
Übungen
Weiden
18. September 2010 - Patientengerechte Rettungs nach Verkehrsunfall
Eine besondere Übung zum Thema patientenorientierte Rettung nach Verkehrsunfällen führte die Feuerwehr Weiden am 18. September durch. Tobias Agsten, Ausbilder und Gruppenführer bei der Feuerwehr Dornhan, und Thomas Paschke gingen zunächst auf die Möglichkeiten ohne Rettungssatz ein. Diese Maßnahmen können und sollten von der Abteilung Weiden ergriffen werden, bis der Rettungssatz verfügbar ist. Hierzu gehören Maßnahmen zur Absicherung gegen den Verkehr, aber auch das Unterbauen des Unfallfahrzeugs und das Schaffen einer Zugangsöffnung durch Entfernen von Scheiben. Agsten wies hierbei auch auf die verschiedenen Möglichkeiten des Glasmanagement hin, Frontscheiben und Seitenscheiben erfordern hierbei gesonderte Behandlung. Auch die Rolle des inneren Retters zur Patientbetreuung, Erkundung und Stabilisierung der Halswirbelsäule wurde behandelt.
Zum Abschluss der Übung wurde das Übungsfahrzeug schließlich mittels Schere und Spreizer zur Rettung geöffnet. Hierzu gehören neben Entfernung der Türen auch die nötigen Handgriffe zur Entfernung des Fahrzeugdaches und die Möglichkeiten zur Befreiung eingeklemmter aus dem Fußraum. Die ältere Methode zum Ziehen der Lenksäule mittels Spreizer sollte nicht mehr angewendet werden, sinnvoller, so Agsten, sei die Methode mittels Hydraulikzylinder den Vorderwagen des Fahrzeuges abzuklappen und so Lenksäule und Pedale vom Patienten wegzudrücken.
27. Juli 2010 - Innenangriff: Rauchentwicklung auf Dachboden
Erneut besonders gefordert wurden die Atemschutzträger der Abteilung Weiden bei einer Übung am vergangenen Samstag. Markus Walter, Atemschutzbeauftragter der Abteilung Weiden, hatte als Übungsobjekt den Dachboden des Rathauses über dem Feuerwehrmagazin. Für dort hatte man die Erlaubnis erhalten mit Wasser gefüllten Schläuchen zu üben um den Realitätsgrad zu erhöhen. Zusätzlich hierzu wurde der gesamte Dachboden mittels Nebelmaschine in "Rauch" gehüllt und die Masken der Atemschutzträger mit Folie abgeklebt. So mussten die Atemschutzträger im Innenangriff unter nahezu "Nullsicht" arbeiten, wie sie bei starker Rauchentwicklung in Gebäuden oftmals anzutreffen ist.
Angenommen wurde ein Brand auf dem Dachboden. Zwei Personen seien vermisst, so die Meldung für Gruppenführer Stefan Wössner, der den Übungseinsatz leitete. Der bereits auf der Anfahrt mit Atemschutz ausgerüstete Angriffstrupp ging mittels C-Rohr ins Gebäude vor um die beiden Vermissten ausfindig zu machen. Zeitgleich ging vor dem Gebäude der Sicherungstrupp in Bereitstellung. Unter den kritischen Blicken von Abteilungskommandant Jürgen Eberhardt und Übungsleiter Markus Walter konnten die beiden "Opfer" gerettet und die Brandherde im Obergeschoss abgelöscht werden. Auch hierbei kam wieder das neu angeschaffte Bergetuch zum Einsatz, zum Verlegen der Schlauchreserve für den Innenangriff wurden ebenfalls verschiedene Konzepte getestet. Durch den hohen Realismusgrad der Übung konnte somit die Effizienz und Sicherheit der Trupps im Innenangriff deutlich verbessert werden.
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| "Zwei Vermisste". Der Gruppenführer gibt klare Anweisungen |
Nix zu sehen: Der Angriffstrupp muss sich auf seinen Tastsinn verlassen. |
10. Juli 2010 - Hauptübung Weiden: "Garagenbrand Keltenstraße"
Einen angenommenen Garagenbrand in der Keltenstraße hatte die Weidener Feuerwehr bei ihrer diesjährigen Hauptübung rasch unter Kontrolle. Abteilungskommandant und Einsatzleiter Jürgen Eberhardt hatte für den Übungseinsatz die Garage eines Kameraden ausgewählt. Angenommen wurde, dass neben dem Auto darin auch Düngemittel brannten, die gefährliche und lungenschädigende Gase freisetzten. Alle Feuerwehrmänner mussten im Gefahrenbereich deshalb mit Atemschutz vorgehen, die „Schaulustigen“ wurden mit einer Absperrung geschützt. Da nicht sicher war, ob sich noch Personen im Gebäude befinden wurde unter Atemschutz auch ein Innenangriff vorgenommen. Gruppenführer Stefan Wössner schickte einen Trupp in das Gebäude, ein weiterer Stand zur Absicherung an einem schattigen Platz bereit.
Glücklicherweise wurden in der Garage keine verletzten Personen gefunden, beim Rückweg verletzte sich jedoch einer der Kameraden und musste von den bereitstehenden Sicherungstrupps gerettet werden. Unterstützung durch eine zusätzliche Wasserversorgung und weitere Atemschutzträger erhielten die Weidener durch die Feuerwehr Abteilung aus Marschalkenzimmern mit Kommandant Jochen Fuentes. Bürgermeister Markus Huber und Abteilungskommandant Jürgen Eberhardt zeigten sich sehr zufrieden mit der Übung. Man würde sehen, dass die Feuerwehrleute ihre Handgriffe beherrschten.
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06. März 2010 - Technische Hilfeleistung: "Bauunfall"
Zum Thema Technische Hilfeleistung und Rettung war die erste Übung der Feuerwehr Weiden angelegt. Nachdem man im letzten theoretischen Unterricht die Erste Hilfe Kenntnisse wieder aufgefrischt hatte, stand am vergangenen Samstag dann die praktische Wiederholung auf dem Programm. Neben Herz-Lungen-Wiederbelebung wurden die Feuerwehrleute auch im Umgang mit dem neu angeschafften Rettungstuch ausgebildet. Für den zweiten Teil der Übung stand ein Fallbeispiel an.
Angenommen wurde ein Bauunfall. Bei Abbrucharbeiten auf dem Dachboden des Rathauses war eine Mauer unkontrolliert eingestürzt. Ein Arbeiter wurde von herabfallenden Dachteilen schwer am Kopf verletzt und in der Folge bewußtlos, sein Kollege wurde zwischen umstürzenden Balken eingeklemmt. Besonders erschwerend kam hinzu, dass durch den Einsturz die Stromversorgung des Dachbodes ausfiel, so dass die Feuerwehrleute bei Scheinwerferlicht agieren mussten. Nach der Erkundung durch Gruppenführer Stefan Wössner begannen die Rettungsmaßnahmen. Die bewußtlose Person wurde zügig mittels Tragetuch gerettet und an den Rettungsdienst übergeben. Patient Nummer zwei musste jedoch zunächst von den schweren Dachbalken befreit werden. Um den Arbeiter während der Arbeiten mit der Motorsäge zu schützen wurden die ausgedienten Beinlinge aus der Motorsägenkiste benutzt. Nach der Befreiung wurde dieser vorsichtig auf die Trage umgelagert und ins Freie verbracht. Abteilungskommandant Jürgen Eberhardt zeigte sich sehr zufrieden mit der Leistung der Gruppe. Trotz der nicht alltäglichen Lage und den erschwerten Bedingungen (Dunkelheit, mehrere Patienten) wurde der Einsatz sehr gut abgearbeitet.
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